KURSANGEBOT

 

Die Kreisgruppe Pirmasens-Zweibrücken als staatlich anerkannte Jagdschule bietet jährlich einen Kurs zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung an.

 

Voraussetzungen

Die Jagd ist ein Jahrhunderte altes Handwerk, das aber auch ein enormes Maß an theoretischem Wissen erfordert.

Der Bezug zur Natur, Gefühl für Tiere, Verantwortungsbereitschaft und handwerkliches Geschick sind sicherlich grundlegende Eigenschaften um Jäger zu werden.

 

Wie werde ich Jäger?

In Rheinland-Pfalz muss nach dem Landesjagdgesetz eine Jägerprüfung vor der Unteren Jagdbehörde abgelegt werden. Diese ist in Teilprüfungen gegliedert.

1. Schießprüfung; nach deren Bestehen ...

2. schriftliche Prüfung

3. mündlich-praktische Prüfung

 

Voraussetzungen zur Zulassung für die Jägerprüfung sind u.a.

 

1. Vollendung des 15. Lebensjahres

2. Vorlage eines Führungszeugnisses

3. Nachweis einer Haftpflichtversicherung für den Waffengebrauch und einer Unfallversicherung

4. der Nachweis über die abgeschlossene Teilnahme an einem Ausbildungskurs

 

Die theoretische und praktische Ausbildung zur Vorbereitung auf die Jägerprüfung erfolgt nach dem Rahmenplan der obersten Jagdbehörde in einem anerkannten Ausbildungskurs bei einer Jagdschule, mindestens 6 Monate bei einem Mentor oder einer Mentorin oder bei einer Vereinigung der Jägerinnen und Jäger.

 

Kursangebot

Und eben dieser Kurs wird von der Kreisgruppe Pirmasens-Zweibrücken angeboten.

Er beginnt meist in der 1. Maiwoche und endet im darauffolgenden Oktober mit dem Ablegen der Jägerprüfung.

Wir legen größten Wert auf eine praxisbezogene Ausbildung. Nur in einem mehrmonatigen Kurs kann diese Praxis, wenn auch nur ansatzweise, vermittelt werden. Unser Bestreben ist es, bei uns ausgebildete Jungjäger, mit einem fundierten, praxisbezogenen Fachwissen aus der Ausbildung zu entlassen.

Der Besitz des Jagdscheines ist ja nur der erste Schritt, "Jäger" sein muß in der Praxis erworben, erlernt und vertieft werden.

Jäger, Förster, Tierärzte und unsere Hundeobleute vermitteln aus langjähriger Erfahrung mit viel Herzblut  das geforderte Wissen in den 6 Sachgebieten.

Die Schießausbildung findet auf unserem eigenem Schießstand statt, der theoretische Unterricht im vereinseigenen Jägerheim und der praktische Unterricht, den Anforderungen entsprechend im Revier, auf dem Forstamt oder in der Waldschule.

In der Regel findet der Unterricht Dienstagsabends statt, die Schießausbildung Mittwochsnachmittags. Sicherlich ist die Flexibilität einer unserer Stärken. So können bei Bedarf weitere Unterrichtseinheiten oder Schießübungstage in den Kurs eingebaut werden.

Die Kursgebühr beträgt 990,-€ für Mitglieder des LJV RLP und 1100,-€ für Nichtmitglieder (Stand 2019). Hinzu kommen die Kosten für die Munition und die aktuellen Prüfungsgebühren, die direkt an die Untere Jagdbehörde zu entrichten sind.

 

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Informationen zum Lehrstoff / Prüfung

Während der Ausbildung werden für die 6 Prüfungsfächer folgende Themenbereiche systematisch aufgearbeitet:

Sachgebiet 1

Tierarten, Wildbiologie, Wildhege

Sachgebiet 2

Jagdbetrieb (einschließlich Unfallverhütung und des erforderlichen jagdlichen Brauchtums), Land- und Waldbau, Wildschadensverhütung, Führung von Jagdhunden

Sachgebiet 3
Waffenrecht, Waffentechnik, Umgang mit Waffen und Munition (insbesondere Führung von Jagdwaffen einschließlich Kurzwaffen)

Sachgebiet 4
Behandlung des erlegten Wildes unter besonderer Berücksichtigung der hygienisch erforderlichen Maßnahmen, Beurteilung der gesundheitlich unbedenklichen Beschaffenheit des Wildbrets, insbesondere auch hinsichtlich seiner Verwendung als Lebensmittel

Sachgebiet 5
Jagdrecht

Sachgebiet 6
Tierschutz-, Naturschutz- und Landschaftspflegerecht

 

Nach Bestehen der Schießprüfung folgt die schriftliche Prüfung. Bei dieser müssen aus einem Fragenkatalog von ca. 1300 Fragen, pro Sachgebiet 20 Fragen beantwortet werden.

Ist mit Bestehen der schriftlichen Prüfung die zweite Hürde gemeistert, folgt die mündlich-praktische Prüfung. Anhand von Anschauungsmaterial und praktischen Fällen wird hier Ihr Wissen geprüft.

 

 

Informartionen zur Schießausbildung

 

Sie finden auf dem Schießstand der Kreisgruppe Pirmasens-Zweibrücken ideale Voraussetzungen für Ihre Schießausbildung.

 

Für Großkaliber gibt es folgende Möglichkeiten (alle mit automatischer, elektronischer Trefferanzeige):

  • 4  100 m Bahnen | 2  50 m Bahnen
  • 1  Laufende Scheibe (''Laufender Keiler'')

 

Für das Flintenschießen steht ein Rollhasenstand zu Verfügung und selbstverständlich ist auch ein Kurzwaffenstand vorhanden.

 

4 Schießausbilder stehen Ihnen zu Verfügung, deren Ziel es ist, Sie bestmöglich auf die in der Prüfung geforderten Anforderungen vorzubereiten.

 

Die Schießprüfung ist die erste Hürde, die genommen werden muss und gliedert sich in die Disziplinen:

1. sicherer Umgang mit Waffen und Munition

2. Flintenschießen

Hier sind auf eine Entfernung von 25m 10 Rollhasen zu beschießen

5 Rollhasen müssen zum Bestehen der Prüfung getroffen werden

3. Büchsenschießen

4 Kugelschüsse auf den Rehbock (Scheibe) stehend angestrichen, 100m

3 Kugelschüsse auf den stehenden Überläufer ( Scheibe) sitzend aufgelegt, 100m

3 Kugelschüssen auf den flüchtigen Überläufer (Scheibe) stehend freihändig, 60m

Die Schießleistung gilt als erfüllt, wenn insgesamt mindestens 60 Ringe erreicht sind

4. Schießen mit einer Kurzwaffe

5 Schüsse auf eine Scheibe, freihändig, 7m

Die Schießleistung gilt als erfüllt, wenn die Scheibe innerhalb der Ringe viermal getroffen wird