AKTUELLES

Hundeversicherung Landesforsten

Die Landesforsten RLP hat bei Gesellschaftsjagden im vergangenen Jahr bei den Hundeführern Nachfrage gehalten, ob eine Mitgliedschaft beim LJV besteht und insoweit anderweitiger Versicherungsschutz für die Hunde. Sofern dies der Fall war, wurden die Hunde nicht über Landesforsten versichert.
Der Geschäftsführer des LJV Schober teilt nun mit, dass erreicht wurde, entsprechende Anweisung rückgängig zu machen. Dies bedeutet, dass bei Jagden auf Flächen der Landesforsten bzw. durch diese veranstaltete Jagden, Hunde wieder durch die Landesforsten RLP versichert werden. Ein Schadenfall bei diesen Jagden geht somit nicht mehr zu Lasten der Hunde-Unfall-Versicherung des LJV.
Gensingen 17.10.2018

 

Pirmasenser Zeitung 25.06.2018

PSZ

Beprobung auf ASP

Aufgrund verschiedener Nachfragen in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes sowie zum Teil missverständlicher Darstellung in der Presse gibt der LJV nachfolgende Hinweise:

-Ab sofort wird für die Beprobung von Fallwild auf ASP bei Schwarzwild eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50.-€ gezahlt.

-Dies gilt nicht für die Beprobung von Verkehrsunfallwild bei Schwarzwild.

-Der neue Probenbegleitschein mit entsprechenden Angaben steht u.a. auf der Homepage des LUA zum Download bereit. Die Auszahlung des o.g. Betrages (Abwicklung) wird über den Landesjagdverband erfolgen.


Trichinengebühren

Wie bereits bei unserem Jägerabend vorangekündigt bzw. vom KJM bestätigt, beträgt die Gebühr für die Trichinenbeschau bei Wildschweinen, soweit sie vom beliehenen Jäger entnommen und zur zuständigen Stelle verbracht wird, 5,60 Euro. Die Regelung tritt ab 1.1.2018 in Kraft.


Schweinepestgefahr: Tierseuchenrechtliche Anordnung

Das Landesuntersuchungsamt hat am 8. August 2017 eine neue tierseuchenrechtliche Anordnung zur Durchführung eines Monitorings auf das Virus der Klassischen (Europäischen) und der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen erlassen, die wir nachfolgend auszugsweise inhaltlich wiedergeben. Die diesbezüglichen, bisher gültigen Anordnungen, die nicht in allen Landkreisen galten, wurden aufgehoben.

Ab sofort erstreckt sich das „Schweinepest-Monitoringgebiet“ auf ganz Rheinland-Pfalz. Alle Jagdausübungsberechtigte haben laut Anordnung

- von jedem gesund erlegten Wildschwein bis zu einem Gewicht von 30 kg (aufgebrochen),
- von jedem krank erlegten Wildschwein,
- von jedem ·Wildschwein, das beim Aufbrechen mit bloßem Auge erkennbare pathologisch-anatomische Auffälligkeiten zeigt, sowie
- von jedem verendeten Wildschwein – dies umfasst auch Wildunfälle – unverzüglich Proben (Blut und Milz) zur Untersuchung auf Klassische und Afrikanische Schweinepest zu entnehmen und zusammen mit dem Probenbegleitschein dem Landesuntersuchungsamt in Koblenz zu übersenden.

Die Schwarzwildpopulation soll landesweit durch intensive und konsequente Bejagung deutlich verringert werden. Insbesondere sollen alle Frischlinge und Überläufer intensiv bejagt werden – aber auch Bachen ohne abhängige Jungtiere. Darüber hinaus sollen über Einzel- und Gemeinschaftsansitzjagd hinaus großräumige revierübergreifende Bewegungsjagden durchgeführt werden. Mit Blick auf die Einschleppungsgefahr sollen dabei möglichst nur Hunde ortsansässiger Jagdausübungsberechtigter eingesetzt werden.

Der Probenbegleitschein ist auf der Homepage des Landesuntersuchungsamtes im Internet unter der Rubrik „Service-Downloads" im Bereich Tierseuchen & Tiergesundheit abrufbar. Probenröhrchen sind bei den örtlich zuständigen Veterinärbehörden erhältlich.

Begründung

Seit dem ersten Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Jahr 2007 in Georgien hat sich die Seuche sprunghaft in Richtung Westen und Norden bis in die EU-Mitgliedsstaaten Litauen, Polen, Lettland und Estland ausgebreitet. Im·Juli 2017 wurden die ersten ASP-Fälle bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik unweit der Slowakei und Österreich nachgewiesen und am 31. Juli wurde ein Fall von ASP bei Hausschweinen in Rumänien gemeldet.

Die Seuche ist damit deutlich näher an Deutschland herangerückt, und das Risiko eines Eintrages in die Wildschweinpopulation wird mittlerweile als hoch eingestuft. Ein Eintrag ist durch an Autobahnen entsorgte, mit ASP-Virus kontaminierte Lebensmittel, die von Wildschweinen gefressen werden, möglich oder durch z. B. illegalen Transport von Jagdtrophäen. Hinzu kommt, dass Rheinland-Pfalz mit die höchste Wildschweinedichte in Deutschland aufweist, was ein maßgeblicher Risikofaktor bei der Verbreitung von Seuchen ist. Die bisherigen Bekämpfungsmaßnahmen im Baltikum und Polen zeigen, dass die Bekämpfung der ASP in der Wildschweinpopulation sehr schwer bis unmöglich ist. Eine Tilgung der ASP ist dort bisher nicht gelungen. Es existieren keine Impfstoffe zur Bekämpfung der ASP bei Wild- und Hausschweinen. Vor dem oben beschriebenen Hintergrund der Gefahr eines möglicherweise zunächst unbemerkten Eintrages der Schweinepest-Erreger in die Wildschweinpopulation wird der Früherkennung eine besondere Bedeutung zugeschrieben, da hier die Chance am größten ist, die Seuche noch vor einer weiteren Ausbreitung zu tilgen.

Dringender Appell

Wir appellieren daher an alle Jägerinnen und Jäger, der Anordnung Folge zu leisten und das Schwarzwild mit allen waidgerechten Mitteln so intensiv wie möglich zu bejagen.

Erhard BÄDER, LJV-Geschäftsführer